Kommunalwahlkampf 2026 - Unser Wahlprogramm (PDF, 180 kB)
Wir wollen die Zukunft unseres Ortes aktiv gestalten und uns dabei klar an den sozialdemokratischen Grundwerten der Teilhabe und Solidarität orientieren. Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die Bürgerinnen und Bürger, die besonders auf eine funktionsfähige, unterstützende und verlässliche kommunale Struktur angewiesen sind und darauf vertrauen müssen, dass sie sich ein Leben in unserem Ort auch auf Dauer leisten können.
Insbesondere für unsere ortsansässigen Familien, Seniorinnen und Senioren sowie für Mitarbeitende im Tourismus- und Gesundheitsbereich werden wir bezahlbaren Wohnraum schaffen, damit sie dauerhaft in unserer Gemeinde leben, arbeiten und alt werden können.
Für unsere Kinder und Jugendlichen werden wir noch bessere Bildungs- und Freizeitangebote schaffen und dafür sorgen, dass sie sich sicher sowie selbstständig im Ort bewegen können.
Für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger soll Barrierefreiheit, gleichberechtigte Mobilität und echte Teilhabe eine Selbstverständlichkeit werden.
Eine soziale Kommune erkennt man daran, wie sie mit ihren Mitgliedern und deren unterschiedlichen Möglichkeiten und Bedarfen umgeht. Deshalb setzen wir uns für gezielte Unterstützungsangebote und eine Infrastruktur ein, die niemanden zurücklässt. Gleichzeitig wissen wir: Soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz gehören zusammen. Die zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels stellen auch unsere Kommune vor große Herausforderungen. Gerade auf kommunaler Ebene tragen wir eine besondere Verantwortung – bei der Energieversorgung, bei Bauvorhaben, bei Mobilität und Flächennutzung und nicht zuletzt beim Tourismus. Wir sind bereit, diese Verantwortung zu übernehmen und einen ambitionierten, realistischen und sozial ausgewogenen Klimaschutz voranzubringen.
Eine lebendige Kommune braucht auch eine starke und verantwortungsvolle lokale Wirtschaft. Wir setzen uns für eine engagierte Wirtschaftsförderung ein, die gute Arbeit sichert, regionale Wertschöpfung stärkt und Garmisch-Partenkirchen als zukunftsfähigen Tourismus-, Wirtschafts-, Bildungs- und Forschungsstandort weiterentwickelt – insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Geriatronik.
Wir stehen für einen transparenten Politikstil mit klaren Entscheidungen und verlässlicher Umsetzung – für einen Ort, der sozial gerecht, ökologisch verantwortlich, wirtschaftlich stark und gemeinsam zukunftsfähig ist.
Dafür setzen wir uns besonders ein:
Gemeinsam mit dem Landkreis schnellstmöglich eine Wohnungsbaugesellschaft anstreben, die auch die gemeindeeigenen Wohnungen verwaltet.
Die Weiterentwicklung des Grundstücks und der Gebäude des St. Vinzenz-Heims für bezahlbaren Wohnraum zügig umsetzen.
Flächen, die im Eigentum der Gemeinde stehen, zeitnah entwickeln und zwar mit dem Schwerpunkt auf kommunalen und sozialen Wohnungsbau. Interessierte Bürgerinnen und Bürger dabei in Projekte frühzeitig einbinden.
Leerstandsmanagement aktiv angehen, um bezahlbaren Wohnraum zu generieren.
Die Bebauung des Grundstücks in Burgrain forcieren.
Das Abrams-Gelände für sozialen- bzw. kommunalen Wohnungsbau nutzen und die von der BayernHeim, einer Wohnungsbaugesellschaft des Freistaats Bayern, versprochenen 200 Sozialwohnungen, einfordern.
Weitere Wohnbebauungsmöglichkeiten bei bzw. auf den großen Supermärkten und Parkplätzen prüfen.
Projekte wie Wohnungstausch und Wohnen für Hilfe unterstützen.
Das bereits in der letzten Wahlperiode geschaffene soziale Bodenrecht anwenden um eine gemeinwohlorientierte Nutzung zu ermöglichen für Wirtschaft, Gewerbe, Ausbildung.
Privatinitiativen zur Schaffung von Betriebswohnungen unterstützen.
Sicherung der rechtlichen Instrumente als ‘‘angespannter Wohnungsmarkt‘‘ wie z.B. Begrenzung bei Mieterhöhungen und eine Verlängerung von Kündigungssperrfristen bei Umwandlung in Wohnungseigentum.
Zügige Umsetzung einer menschenwürdigen Wohnversorgung von obdachlosen Personen.
Mindestens einen Halbstundentakt auf allen innerörtlichen Buslinien gewährleisten.
Die Mobilität für Griesen auch im Winter gewährleisten.
Einen „On Demand Bus“ für ältere Menschen und für Ortsbereiche ohne nahe Haltestellen einführen – den GR-Beschluss sofort umsetzen.
Flächendeckend Tempo 30 Zonen maßgeblich erweitern, mit Ausnahme der Bundesstraßen.
Ehrenamtliche Fahrdienste konzipieren und unterstützen (mit neuer Nachbarschaftshilfe).
Das Radfahrkonzept in jährlichen Teilschritten forciert umsetzen.
E-Ladestationen bedarfsgerecht ausbauen.
E-Car-Sharing-Konzept entwickeln.
Rad- und Fußwege sowie Behindertenparkplätze im Winter schneefrei halten.
Barrierefreiheit ausweiten, insbesondere auch der Zugang zu Kultur- und Sportstätten.
Politische Forderung nach einem häufigeren Halbstundentakt (bspw. zu Stoß-/Arbeitszeiten) der Bahn nach München.
Forderung nach einem Haltepunkt „Kainzenbad“ der Bahn auch außerhalb von „Events“.
Die aktuelle Verkehrsplanung zur Ein- und Ausfahrt des künftigen Wanktunnels in Hinblick auf den Flächenverbrauch kritisch überprüfen.
Ein nachhaltiges Durchfahrtkonzept für Kaltenbrunn entwickeln.
Die Nutzung der Spielplätze auch im Winter ermöglichen.
Vom Schulhof zum Spielhof – Öffnen der Schulhöfe und Sportanlagen nach Schulschluss, d.h. Aktionsplan 2 „Kinderfreundliche Kommune“ konsequent und schnell umsetzen.
Die Nachmittagsbetreuung für Schulkinder grundsätzlich in der jeweiligen Schule durchführen - nicht an externen Orten wie dem Kurhaus.
Einen Familienbeirat einrichten.
Indoorspielplatz für Kinder/Familien als Alternativangebot bei Schlechtwetter initiieren.
Jugendbeirat fördern.
Integration unterstützen.
Kinderfreundliche Kommune als Maßstab für alle familienpolitischen Entscheidungen zugrunde legen.
Schulwegsicherung durch bauliche und verkehrsrechtliche Maßnahmen.
Die Initiative einer ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe aktiv begleiten und unterstützen.
Projekte gegen Einsamkeit im Alter mit anderen sozial tätigen Einrichtungen und Initiativen fördern.
Die bereits bewilligte Sozialstelle als „Kümmerer“ besetzen.
Den öffentlichen Innerortsverkehr den Bedürfnissen älterer Menschen anpassen, z.B. engerer Takt, Überdachung aller Haltestellen mit Sitzplätzen.
Kulturelle Angebote des Marktes zeitlich und räumlich entsprechend der Bedürfnisse der älteren Bevölkerung anpassen.
Generationsübergreifendes gemeinsames Wohnen in den markteigenen Wohnungen initiieren.
Barrierefreiheit im öffentlichen Raum maßgeblich verbessern, Informationen über die barrierefreie Nutzung von Einrichtungen, Freizeitangeboten allgemein zur Verfügung stellen.
Entwicklung einer Tourismusstrategie mit einem fairen Ausgleich der Interessen von Tourismusgewerbe, Naturschutz und den Bedürfnissen der Einwohnerinnen und Einwohnern, sowie mit innovativen Ideen für einen umweltverträglichen Ganzjahrestourismus unter Einbindung von BZB, Tourismus GmbH, dem Markt und Vertretungen der Hotels und des Gaststättengewerbes.
Kommunikationskonzept "von und mit den Alpen" entwickeln, um Verständnis für den Schutz und die Achtung des Natur- und Kulturraums zu schaffen.
Maßnahmen entwickeln zur Verbesserung der Besucherlenkung, um „Hotspots“ von Verkehr zu entlasten bspw. Haltepunkt „Kainzenbad“.
Das beauftragte Wirtschaftlichkeitskonzept des Kongresshauses bewerten und als Grundlage für eine zügige Sanierung festlegen.
Für das Skistadion ein Marketingkonzept erarbeiten und umsetzen.
Betriebszeiten der Wankbahn im Winter/Frühjahr weiter verlängern.
Prüfen, inwieweit eine Downhill Strecke/Bikepark am Hausberg naturverträglich, wirtschaftlich möglich und sinnvoll ist.
OEZ – ein professionelles Konzept mit den jetzigen Nutzern und Eigentümern entwickeln mit dem Ziel das Defizit zu verringern und die Attraktivität zu steigern.
Auf die Nutzung der Fernwärme bei der Genehmigung großer Bauvorhaben dringen.
Kommunalen Wärmeplan gemäß Gesetzgebung unter frühzeitigem Einbezug der Bevölkerung zeitnah umsetzen.
Stärkere Inanspruchnahme von landes- und bundesweiter Förderprogramme im Bereich Klimaschutz und nachhaltige Kommunen.
Check-Liste für Nachhaltigkeitskriterien bei öffentlichen Ausschreibungen und Veranstaltungen.
Als Kommune mit gutem Beispiel vorangehen: Entwicklung einer langfristigen Klimaanpassungsstrategie für den Ort sowie regelmäßige und öffentliche Berichterstattung über den aktuellen Stand durch Klimaschutzmanagerin.
Kostenfreie und öffentlich zugängliche Fahrradstation (für Aufpumpen und kleine Reparaturen) bahnhofsnah etablieren.
Umfangreichere Informationen für ansässige Unternehmen hinsichtlich Förderungen im Bereich Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Transformation anbieten.
Zusammenarbeit mit Schulen für Sensibilisierung und Entwicklung von Beteiligungsformaten (Schwerpunkte Mobilität, Mülltrennung, erneuerbare Energien).
Die Qualität des Richard-Strauss-Festivals wieder maßgeblich anheben.
Michael-Ende-Tage mit besserer Vermarktung fortführen.
Die Hermann-Levi-Tage wiederbeleben und als festen Bestandteil der Erinnerungskultur in Garmisch-Partenkirchen weiterentwickeln.
Die Kulturnacht GAP, das Straßenfest in Partenkirchen und GAP.beinand verlässlicher unterstützen und als niedrigschwellige kulturelle Begegnungsformate stärken.
Sport- und Kulturvereine als tragende Säulen des gesellschaftlichen Lebens verlässlich unterstützen und in ihrer Arbeit stärken.
Zusätzliche finanzielle Unterstützung durch Sponsoren und Stiftungen gezielt erschließen, um kulturelle und sportliche Angebote langfristig abzusichern.
Den Ort zum überregionalen Tourismus- Wirtschafts-, Bildungs- und Forschungsstandort in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Geriatronik weiter entwickeln.
Strategien für eine schonende Flächenentwicklung des heimischen Handwerks in Griesen mit interessierten Gewerbetreibenden (Runder Tisch) erarbeiten.
Eine Qualitätsinitiative für private und öffentliche Dienstleistungen („freundliches GaPa“) initiieren.
Das Leerstandsmanagement von Gewerbeimmobilien intensivieren.
Unsere Gemeinde geht als „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ (Zertifikat) beispielhaft voran.